Der Handel, auf den Sie sich einlassen
Sie geben die Terminhoheit ab und bekommen dafür einen deutlich niedrigeren Preis. Statt eines festen Tages nennen wir ein Fenster von zwei bis drei Tagen, und sobald der Tag feststeht, melden wir uns, in der Regel achtundvierzig Stunden vorher.
Das Fenster entsteht, weil wir Ihre Ladung mit einer anderen zusammenlegen und die Route danach planen. Wer an einem bestimmten Tag die Schlüssel übergeben muss, ist mit einer Beiladung schlecht beraten und mit einem eigenen Wagen besser.
Wer dagegen flexibel ist, etwa weil die neue Wohnung schon frei steht, spart erheblich. Bei einer Strecke nach Hamburg liegt der Unterschied zum eigenen Wagen schnell bei mehr als der Hälfte.
Wie Ihre Sachen getrennt bleiben
Jede Partie erhält im Laderaum einen eigenen Abschnitt, begrenzt durch gespannte Gurte und sichtbar markiert. Es wird nichts durchmischt und nichts umgestapelt, nachdem geladen wurde.
Beim Beladen wird Ihre Ladung gezählt und auf einer Liste festgehalten, Stück für Stück. Dieselbe Liste wird beim Abladen abgehakt. Wenn etwas fehlt, fällt es dort auf und nicht Wochen später.
Die Haftung ist dieselbe wie bei jedem anderen Umzug: 620 Euro je Kubikmeter Laderaum nach Paragraf 451e des Handelsgesetzbuchs. Daran ändert die geteilte Fahrt nichts.
Wie Sie Ihre Menge einschätzen
Ein voll beladener Kleintransporter sind etwa zwölf Kubikmeter. Eine große Umzugskiste misst rund einen Zehntel Kubikmeter. Ein Doppelbett zerlegt liegt bei zwei, ein Kleiderschrank bei knapp zwei.
Darunter wird es unwirtschaftlich. Bei drei Kubikmetern ist eine Spedition für Stückgut oder ein Paketdienst oft günstiger, und wir sagen Ihnen das auch, statt den Auftrag anzunehmen.
Nach oben endet die Beiladung bei etwa fünfzehn Kubikmetern. Darüber lohnt der eigene Wagen, weil der geteilte Laderaum dann kaum noch geteilt wird.
Welche Strecken wir regelmäßig fahren
Von Starnberg aus laufen die meisten Beiladungen nach Norden: Nürnberg, Frankfurt, Hamburg und Berlin. Nach Stuttgart und ins Rheinland fahren wir ebenfalls regelmäßig, meist in Verbindung mit einem größeren Auftrag auf derselben Achse.
In die andere Richtung, nach Österreich und in die Schweiz, nehmen wir Beiladungen nur nach Rücksprache an. Zoll und Grenzformalitäten machen das Zeitfenster unberechenbar, und ein unberechenbares Fenster ist kein Angebot.
Fragen Sie nach Ihrer Strecke, auch wenn sie hier nicht steht. Oft passt sie zu einer Tour, die ohnehin geplant ist.